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Die nachfolgend aufgelisteten Kräuter und ihre Wirkungsweisen entstammen ausschließlich dem auf dieser Webseite betrachteten Rollenspiel "Das schwarze Auge". Einige der aufgeführten Pflanzen haben in der Realität ein passendes Pendant. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die hier beschriebenen Wirkungsweisen nicht (oder nur sehr bedingt) auf diese real existierenden Pflanzen übertragbar sind! Solltest Du Beschwerden haben die hier aufgeführt werden, so ist ein Arzt zu kontaktieren und um Rat zu fragen. Am Ende einer jeden Kräuterbeschreibung findet sich ein Verweis auf die offizielle Spielhilfe "Zoo Botanica Aventurica" (ZBA) mit Seitenzahl, wo Ihr spielrelevante (offizielle) Regelhinweise nachlesen könnt. Alant (bosp. Inula) Im tiefen Süden Aventuriens und auf Maraskan wird Alant angebaut. Das Kraut gehört zu den beliebtesten Würzkräutern des Südens, kann jedoch nur frisch verzehrt werden. Es handelt sich um einen sogenannten Korbblüter, eine einjährige krautige Pflanze mit gelben Blüten. Die bittere Pflanze wird zur Herstellung des maraskanischen Likörs "Alanti", Hochzeitspasteten und maraskanischen, falschen Güldenländer verwendet. Heilwirkung: Der Wurzelstock hat - als Sud aufgekocht - eine abführende Wirkung. Weitere (offizielle) Informationen finden Sie in ZBA S.222. Anis (bosp. Pimpinella anisum) Gilt als ein Charaktergewürz der tulamidischen Küche. Es kann grundsätzlich für alle Gerichte verwendet werden, von Kuchen über Obstkompott bis zu Fleisch- und Fischgerichten; am häufigsten verwendet man es aber für süßes Gebäck, als Brotgewürz und zum Würzen von Wein und Likör. Tulamidische Anisplätzchen und Anisschnaps sind als Spezialitäten in weiten Teilen Aventuriens beliebt, und Anis ist auch in den meisten Würzmischungen, die man für Glühwein und Gewürzkuchen nimmt, enthalten. Des Weiteren ist es ein sehr geschätzter Duftstoff für die Herstellung von Parfum, Seifen, Salbölen und Liebestränken. Außerdem werden bittere Arzneimittel oft mit Anis versetzt, um den Geschmack angenehmer zu machen. Heilwirkung: Ein heißer Aufguss wird aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung als Hustenmittel und auf Grund von krampflösender Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden, verwendet. Das aus den Früchten gewonnene Öl wird gegen Ungeziefer – oder in fetten Ölen und Salbengrundlagen eingearbeitet. Anval (irdisch: Muskat) Anval ist ein Charaktergewürz der südländischen Küche. Die Nuss eines Baumes von den Waldinseln ist aromatisch und bitter und wird im Süden vor allem zum Würzen von Fleisch und Gemüse sowie für die Likörherstellung und zum Würzen alkoholischer Getränke verwendet. Anval ist Bestandteil von al´anfanischem falschem Güldenländer. Im Norden wird es für Kuchengewürzmischungen und Glühweingewürz verwendet. Da Anval in größeren Mengen berauschend wirkt und in sehr großen tödlich, gilt sie als borongefällig und wird für verschiedene Mixturen gebraucht, welche die Borongeweihte verwenden, um Visionen zu erhalten; zuweilen auch für Schlafmittel. Weitere (offizielle) Informationen finden Sie in ZBA S.222. Aranischer Pfeffer Diese Art Pfeffer ist eine mildere Variante des Khunchomer Pfeffers und wird vor allem in Aranien, aber auch bei den Tulamiden im Süden, bei den Echsenmenschen und im Horasreich angebaut. Einige Sorten sind noch recht scharf, andere so mild, dass man sie als Gemüse isst. Als Gewürz ist aranischer Pfeffer in weiten Teilen Aventuriens beliebt, selbst im Bornland, bei den Norbarden und am Svellt; man würzt Gemüse, Eintöpfe, Fleisch und Grütze damit; im Bornland besonders gern frittierte Kartoffelscheiben. Er ist Bestandteil der meisten Sorten von falschem Güldenländer. Weitere (offizielle) Informationen finden Sie in ZBA S.203 & S.222. Asant wächst als Staude in den Halbwüsten Mhanadistans und Goriens, aus deren Wurzel man eine Art Harz gewinnen kann. Dieses nennt man auf Tulamidya „Asa ferkina“, auf Garethi „Dämonendreck“. Es ist von dunkelroter bis schwarzer Farbe, und sein Geruch und Geschmack erinnern an eine Mischung aus Knoblauch, Pfeffer und faulen Eiern. Während der Zeit des diamantenen Sultanats wurde Asant vielerorts angebaut und als Gewürz verwendet; das Harz war sogar in der höfischen Küche des bosparanischen Imperiums ein geschätztes Gewürz. Heute wird es nur noch in Mhanadistan zuweilen als Gewürz für fettes Fleisch, Hülsenfrüchte und andere schwerverdauliche Kost verwendet. Dennoch kann man das Harz vielerorts in Apotheken kaufen, denn es ist ein gutes Mittel gegen viele Krankheiten der inneren Organe, von Magendrücken über Flinken Difar bis Wurmbefall, und insbesondere sehr gut für die Leber, weshalb man es auch gegen Kater einnimmt und Antidoten beimischt. Basiliskum/Silasikum Es ist das erste Kraut, das auf von einem Basilisken verwüstetem Boden wieder wachsen kann. Außerdem behauptet man, bei geeigneter magisch-alchimistischer Behandlung könnten Skorpione und Giftschlangen daraus entstehen. Viele Menschen und Zwerge fürchten es deshalb und mögen es nicht essen. Im Süden des Lieblichen Feldes und den Städten Südaventuriens ist Basiliskum aber sehr beliebt als Fleisch-, Suppen-, Gemüse- und Salatgewürz. Es ist Bestandteil der Gewürzmischung „Kräuter der Provinz Methumia“ und des mengbillaner falschen Güldenländers. Erstaunlicherweise kennen, lieben und züchten alle Elfenvölker Basiliskum; sogar die Waldelfen der nördlichen Wälder hegen das eigentlich sehr wärmeliebende und frostempfindliche Kraut und verwenden es als Salatpflanze und als Fleischgewürz. Beifuß Eine sehr bittere Staude der nördlichen Steppen; wichtigstes Gewürz der Steppenelfen und der Orks. Auch in Greifenfurt und selten auch in anderen Teilen Nordaventuriens verwendet man Beifuß, vor allem für fettes Fleisch. Es taugt auch als Bierwürze. Benbukkel/Kaneel/Ulikkaneel Benbukkel ist die Rinde eines Baumes der Waldinsel Benbukkula. Der Kauffahrer Stoerrebrandt hat das Monopol darauf. Einige Bäume anderer Waldinseln liefern einigermaßen ähnlich schmeckende, aber weniger wertvolle Gewürze (z.B. Ulikkaneel von der Insel Ulikkani). Blauhimmelstern Blauhimmelstern ist ein phexgefälliges Stachelkraut. Frisch geerntet (nicht getrocknet) braucht man es als Gewürz für Milchprodukte. Bohnenkraut Dieses Kraut wird in weiten Teilen Aventuriens in vielen Varianten angebaut, weil es Bohnengerichte erheblich bekömmlicher macht. Das aromatische, pikante Kraut ist auch Bestandteil der Kräuter der Provinz Almada. Borretsch Ist ein blau blühendes, nach Gurken riechendes Kraut. Borretsch wird im Bornland, in Beilunk, Warunk, Darpatien, Garetien, Aranien und dem Balash zuweilen als Bienenweide angebaut; daneben verwendet man die Blätter gelegentlich als milde Suppenwürze. In der tulamidischen Küche verwendet man Borretschblüten als Lebensmittelfarbe und zum Garnieren. Brunnenkresse Eine Wasserpflanze aus klaren Quellbächen Mittel- und Nordaventuriens mit scharfem Geschmack zwischen Senf und Pfeffer (aber nur, solange sie frisch und roh ist). Die Pflanze ist dem Efferd besonders gefällig und deshalb bevorzugtes Gewürz und Salatpflanze seiner Geweihten. Zuweilen ernten auch Bauern Brunnenkresse als Frühlings-Wildgemüse (das sie allerdings gewöhnlich kochen) oder verwenden sie als Gewürz für Dickmilch und Quark. Dill Dill ist ein Charaktergewürz der mittelländischen Küche, vor allem für Fischgerichte und Gurken, aber auch für Milchprodukte. Im Windhag, Nordmarken und im Kosch schreibt man dem Dill Zauberkräfte zu; Hexen sollen ihn bei Beherrschungszaubern einsetzen („Ich habe Senf und Dille; Mann, wenn ich rede, schweigst du stille!“). Drachenkräutlein Ist ein bitteres Waldkraut der Salamandersteine, mit dem die Waldelfen Fleisch würzen. Eberraute Wächst als so genannter Zwergstrauch der mittelaventurischen und nördlichen Steppen und Waldränder. Es verströmt einen zitronenartigen Duft und besitzt einen extrem bitteren Geschmack. Elfen würzen damit Fleisch und essen manchmal die Triebe roh als Salat. Elbenkräutlein Ist ein bitteres Kraut aus den Salamanderwäldern; wichtigstes Gewürz der Waldelfen für Fleisch. Estragon Eine Staude mit zarten, mild aromatischen Blättern. Ursprünglich ist die Pflanze in Aranien heimisch, wird dort aber kaum verwendet. Vor einiger Zeit wurde sie im Lieblichen Feld eingebürgert; dort ist Estragon inzwischen in der bürgerlichen und herrschaftlichen Küche in Mode. Man aromatisiert Essig und Öl damit, würzt Suppen und Fischgerichte und gibt ihn in die Kräuter der Provinz Methumia. Fenchel Fenchel ist in erster Linie als Gemüsepflanze beliebt, vor allem im Lieblichen Feld, seltener auf den Zyklopeninseln, in Almada, Aranien und anderen Gegenden der gemäßigten Klimazone. Die Samen werden zuweilen als billiger Ersatz für echtes tulamidisches Anis verwendet und in der Likörherstellung, als Kuchen- und Weingewürz und zum Aromatisieren bitterer Medizin eingesetzt. Man macht auch Kräutertee daraus. Feuerkraut Ein ingerimmgefälliges Kraut aus Mittelaventurien mit pfefferartigem Geschmack Gagelstrauch Gagelstrauch wird von Albernia bis Thorwal als Bierwürze verwendet. E schmeckt sehr bitter & aromatisch und ist schwach giftig. Galgant Galant ist eine ingwerartige, scharf-aromatische Wurzel, die von den Eingeborenen einiger Waldinseln als Gewürz verwendet wird. In der südländischen Küche verwendet man sie zuweilen wie Ingrimwurz für Süßspeisen, Suppen, Fleisch- und Fischgerichte und als Zutat zu al´anfanischem falschem Güldenländer. Gandelrohr ein schilfartiges Gewächs aus Südaventurien mit leicht berauschender Wirkung und einem zarten Aroma zwischen Zitronen- und Rosenduft. Gandelrohr gilt als borongefällig und wird vor allem in Al´Anfa für Süßspeisen und Suppen, aber auch zur Parfumherstellung verwendet. Gelbwurz eine intensiv gelb färbende, leicht bitter schmeckende Wurzelpflanze der südlichen Regenwälder, die inzwischen von Mengbilla bis zu den Waldinseln und von Brabak bis Khunchom angebaut wird. In erster Linie dient sie als Färbemittel für Stoffe. Sie liefert ein warmes Gelborange, das der mit echtem Safran erzeugten Farbe ziemlich ähnelt (und beinahe ebenso wasch- und lichtecht, aber erheblich billiger ist). Man färbt damit u.a. die Gewänder der Traviageweihten. Man fälscht aber auch Safran mit Gelbwurz. Gelbwurz ist auch färbende und würzende Zutat in al´anfanischem, mengbillaner und khunchomer falschem Güldenländer. Gundermann ist ein herb-aromatisches, aber nicht bitteres Waldkraut Mittel- und Nordaventuriens. Es wird wegen seines angenehmen Aromas recht oft als Bierwürze gebraucht, obwohl es nicht konservierend wirkt. Man nimmt das Kraut auch manchmal als Gewürz für Fleischgerichte (besonders Wild), Milchprodukte, Gemüse und Grütze. Elfen essen es als Salat und trinken Kaltauszüge davon. In Greifenfurt, Andergast und im Kosch glauben die Bauern, ihre Kühe und Ziegen würden mehr und bessere Milch geben, wenn sie im Frühling beim ersten Melken auf der Weide durch einen Gundermann-Kranz gemolken werden. Viele Bauern schmücken auch beim Almauftrieb die Hörner ihrer Tiere mit Gundermannkränzen. Das Kraut dient in diesen Gegenden als Tempelschmuck in Perainetempeln, aber auch Hexen sollen sich bei ihren Festen damit schmücken. Ingrimwurz ist im Szintotal heimisch, wird aber vielerorts in den Tropen und Subtropen an feuchten, schattigen Orten angebaut. Die Wurzel ist scharf, aromatisch und soll dem Ingerimm gefällig sein, weshalb Zwerge sie gern verwenden. Ingrimwurz ist ein Charaktergewürz der novadischen, südländischen und tulamidischen Küche und wird für praktisch alle Sorten von Gerichten und Getränken verwendet - dort, wo sie wächst, gewöhnlich roh, woanders als Pulver. Es gibt sogar kandierte Ingrimwurzel als Konfekt, Ingrimwurz-Marmelade, -Limonade und damit gewürztes Bier. Zwerge und Mittelländer nehmen sie für Zuckerwerk, Kompott und Kuchen, zuweilen auch zum Aromatisieren von Essig, für Fisch und Hülsenfrüchte. Thorwaler verwenden ebenfalls gern Ingrimwurz, und zwar für Brei- und Fischgerichte, und sie mögen Ingrimwurzmarmelade als Brotaufstrich. Jasminblüten dienen vor allem als Duftstoff für sehr teure tulamidische Parfums. Jasmin ist ein beliebter Zierstrauch in den Gärten der warm-gemäßigten und subtropischen Klimazone, besonders in Tsa- und Rahjatempeln. Tulamiden aromatisieren auch Tee und manche Süßspeisen mit Jasminblüten. Kalmus schilfähnliches Gewächs der mittelaventurischen Auen. Die Wurzel hat ein ingwerartiges Aroma, ist bitter und sehr scharf. Kalmus ist ein wichtiges Gewürz der Auelfen und wird bei diesen zuweilen auch als Gemüse oder Salat gegessen. Menschen verwenden ihn zuweilen als billigen Ersatz für Ingrimwurz zum Würzen von Kuchen, Zuckerwerk und Kompott. Kerbel ein zartes mittelaventurisches Kraut mit anisähnlichem Geschmack (solange es frisch und roh ist) Khunchomer Pfeffer Charaktergewürz der echsischen, maraskanischen und novadischen Küche; bei den Tulamiden und im Süden ebenfalls viel verwendet. Mit den beißend scharfen roten Schoten würzt man vor allem Fleisch- und Fischgerichte, aber auch Gemüse, Eintöpfe, Suppen, Eierspeisen, Hülsenfrüchte und Getreide- oder Shatakwurz-Brei. Khunchomer Pfeffer ist Bestandteil von maraskanischem, khunchomer und al´anfaner falschem Güldenländer. Außerdem verarbeitet man ihn zu diversen brennend scharfen Soßen und Pasten. Es gibt sogar Leute, die sauer eingelegte Pfefferschoten als Gemüse essen. Khunchomer Pfeffer wirkt konservierend und wird in den Herkunftsländern deshalb benutzt, um Fleisch haltbar zu machen (Wurst, Marinaden) oder den Geschmack von nicht mehr ganz frischem Fleisch oder Fisch zu überdecken. In den Küchen anderer Länder verwendet man ihn (selten) zu demselben Zweck. Kleiner Regenstock, Sauerampfer, Portulak, Sauerklee, Löffelkraut, Scharbockskraut u.ä.: In weiten Teilen Aventuriens findet man an Bächen, auf Feuchtwiesen und in Wäldern irgendeines dieser sauren Kräuter; sie werden zuweilen als Suppenwürze oder Gemüse verwendet, sind aber viel wichtiger als Heilmittel gegen Skorbut - Seeleute nehmen sie eingesalzen auf weite Reisen mit, und manche Bauern legen sie in Salz oder Essig für den Winter ein. Knoblauch und Bärlauch Knoblauch ist die wichtigste heilige Pflanze der Peraine, gilt als sehr gesund und wird deshalb in weiten Teilen Aventuriens angebaut. Seine Verwendung als Speisewürze nimmt von Norden nach Süden zu - während man im Bornland hin und wieder ein wenig Knoblauch in einem bäuerlichen Eintopf finden wird (und er im Svellttal und in Thorwal fast unbekannt ist), würzt man in Al´Anfa selbst Sauerkraut und manche Obstsalate kräftig mit Knoblauch. Im Horasreich, Mittelreich und Bornland, in Aranien, Andergast und Nostria gilt Knoblauch als bäuerliches Gewürz und wird in der höfischen Küche kaum verwendet. In Aranien spielt er eine zentrale Rolle im Kult der Peraine; während des Göttindienstes isst man dort häufig Knoblauchzehen oder Knoblauchbrot. In der Gegend von Trallop und in Teilen der Schwarzen Sichel glaubt man, Knoblauch halte Vampire und Werwesen fern. Säuglingen legt man mancherorts Knoblauchzwiebeln in die Wiege, um sie vor Krankheit zu schützen. Knoblauch ist auch Bestandteil vieler Arzneimittel. Bärlauch ist ein wilder Verwandter des Knoblauchs, wächst in Laub- und Mischwäldern Mittel- und Nordaventuriens und wird von Jägern und Waldbauern zuweilen verwendet; vor allem ist er aber ein Charaktergewürz der norbardischen Küche. Elfen finden Knoblauch- und Bärlauchgeruch unerträglich und meiden sowohl die Wuchsorte der Pflanzen als auch damit zubereitete Speisen sowie Leute, die solche kürzlich gegessen haben. Wer stark nach Knoblauch riecht (in einer Gegend, wo das nicht alle tun) sollte auch nicht unbedingt einen Rahjatempel, ein vornehmes Lokal/Bordell oder hochgestellte Leute aufsuchen. Konch/maraskanischer Säuerling Rinde und Triebe dieses maraskanischen Busches würzen saurer als sehr scharfer Essig und werden in der maraskanischen Küche viel verwendet, v.a. für Suppen. Kor-Damom ein Charaktergewürz der südländischen Küche sowie der meisten Kuchen- und Weingewürze. Die unreifen Samen und Samenkapseln eines Busches, der von Selem bis Altoum und von Mengbilla bis zu den Waldinseln angebaut wird, haben ein sehr intensives, parfumiert-herbes Aroma. Man nimmt sie vor allem für Fleischgerichte, da sie garantiert auch den Geschmack von sehr „abgehangenem“ Fleisch überdecken; zudem sollen sie sehr gut gegen Magenbeschwerden sein. Auch Getränke, Kuchen, Süßspeisen, Obst und zuweilen Hülsenfrüchte würzt man damit. Die tulamidische Küche verwendet ebenfalls viel Kor-Damom; manche Tulamiden würzen Tee, Bier oder Kaffee damit. In weiten Teilen Aventuriens ist Kor-Damom als Wein- und Kuchengewürz beliebt. In der Parfumherstellung spielt er eine gewisse Rolle. Kor-Riander/Wanzendill ein Charaktergewürz der tulamidischen Küche. Die Samen werden vor allem zum Würzen von Hülsenfrüchten und Fleischgerichten, aber auch für Fisch und Gebäck verwendet. Die dillähnlichen Blätter nimmt man für Milchprodukte und zum Garnieren. Auch in der südländischen Küche wird Kor-Riander verwendet, selten auch bei den Novadis und in Aranien. Mittelländer finden den Geschmack des Kor-Rianders, der zwischen Anis, Kümmel und Wanzen liegt, meistens widerwärtig. Kreuzkümmel ein Charaktergewürz der tulamidischen Küche. Die Samen sehen dem Kümmel ähnlich und schmecken auch ähnlich; sie werden vor allem als Brotgewürz, für Hülsenfrüchte, Kohl und Fleischgerichte verwendet. Auch in der südländischen Küche wird zuweilen Kreuzkümmel verwendet. Kümmel ein Charaktergewürz der mittelländischen und zwergischen Küche. Man würzt damit Hülsenfrüchte, Eintöpfe, Kohl, Sauerkraut und Braten; bei den Zwergen auch Brot und Schnaps. Kümmel soll sehr gesund sein und verschafft Linderung bei Magendrücken, Bauchgrimmen und Blähungen, deshalb macht man auch Kräutertee daraus. Kurkum und kurkumer Nelkenöl echter Safran oder Kurkum (im Gegensatz zu Gelbwurz, die man manchmal Kurkuma nennt) besteht aus den Narben der Blüten des Safran-Krokusses, der nur in wenigen Tälern der Beilunker Berge, nämlich bei der Amazonenburg Kurkum, angebaut wird. Wildformen dieses Krokusses mögen vereinzelt in den Beilunker Bergen wachsen. Die Amazonen halten das Anbau-, Stoerrebrandt das Handelsmonopol. Safran wird zwar in der herrschaftlichen tulamidischen und horasischen Küche als sehr teurer (und entsprechend oft mit Gelbwurz, Färberdistel, Ziegelmehl o.ä. gefälschter) Lebensmittelfarbstoff für Reisgerichte und Suppen verwendet, ohne das er einen ausgeprägten Eigengeschmack besäße, dient in erster Linie aber zum Färben von Stoffen. Die Roben der Praiosgeweihten (und der höchsten Traviageweihten), Altardecken, Tempelvorhänge, Baldachine, Umhänge von Heiligenstatuen und dergleichen färbt man mit Safran sonnengelb bis gelborange. Auch Kaiser, Kalifen und Sultane kann man in safrangelben Kleidern sehen. Safran ist dementsprechend extrem teuer. Ein billigerer Ersatz ist das Nelkenöl, das man vermutlich aus der Färberdistel und verschiedenen Nelkenarten gewinnt und das auch einen gewissen Eigengeschmack hat. Lavendel (isd. für Altwaldgewächs) ist ein Zwergstrauch der Buschheide im Lieblichen Feld, auf den Zyklopeninseln, in Almada und von Südaranien bis Thalusien. Als Gewürz hat er geringe Bedeutung, viel wichtiger ist er bei der Parfümherstellung und als Duftstoff für Seifen und parfumiertes Lampenöl. Außerdem macht man Duftkissen aus den Blüten; diese legt man zwischen die Kleider, wo sie Motten fernhalten. Lavendel ist eine beliebte Zierpflanze und in den Schloßparks der Reichen ebenso wie in Gärten von Rahja- und Tsatempeln häufig zu finden. Auch Elfen lieben Lavendel; Au- und Waldelfen pflanzen ihn vielerorts, so dass er sogar in den Salamandersteinen vorkommt; sie essen seine Triebe als Gemüse und parfumieren sich mit den Blüten. Lavendel soll auch bei den Feen beliebt sein; mancherorts hängen Eltern deshalb einen Lavendelstrauß in eine Ecke, um Feen und Kobolde von den Kindern abzulenken. Heilwirkung: Lavendel beruhigt den Magen und hilft gegen Blähungen. Darüber hinaus kann er bei innerer Unruhe und Erschöpfung helfen, zum eigenen inneren Gleichgewicht zurück zu finden. Das Gurgeln mit Lavendeltee lindert die Schmerzen bei Zahnleiden und das Einreiben mit dem Öl der Pflanze hilft bei Gelenkschmerzen, Schwellungen und Ergüssen der Gelenke. Weitere (offizielle) Informationen finden Sie in ZBA S.208 Liebstöckel eine Staude mit würzig-bitterem Geschmack, die in der mittelländischen und zwergischen Küche als Gewürz für Suppen und Gemüse verwendet wird, insbesondere in Nostria. Dort hält man sie auch für ein Rahjaikum und macht Liebestränke daraus. Junge Leute, die keine/n Geliebte/n haben, sollen Milch mit Liebstöckel trinken und ein Bad in Liebstöckeltee nehmen, das soll helfen (da man in Nostria sonst kaum badet oder Mundwasser benutzt, mag das zutreffen). Lorbeer Blätter eines Busches, der auf den Zyklopeninseln vorkommt. Lorbeer ist das wichtigste Gewürz der zyklopäischen Küche und wird dort für fast alle Gerichte verwendet, von Fischsuppe über Brot und Grütze bis zu süßen Kuchen. Zyklopäischer Wein wird häufig mit Lorbeer gewürzt und konserviert. Lorbeer ist in fast ganz Aventurien als Gewürz für Braten, Sauerkraut und Fischsuppen beliebt, insbesondere in der zwergischen Küche. Er gilt außerdem als herrschaftlich und als Pflanze des Horas, weshalb man ihn im Horasreich als Tafelschmuck, Tempelzier und Parfumgrundstoff verwendet. Majoran ist ein zartes, frostempfindliches Kraut mit sehr intensivem, herbem Aroma, das man in den warm-gemäßigten Ländern anbaut. Es wird in weiten Teilen Aventuriens zum Würzen von Wurst und Pasteten verwendet, da es auch den Geschmack von Innereien, Ziegen- und Eselsfleisch oder etwas ältlichem Fleisch verdeckt. Manchmal findet man es auch in der Mischung „Kräuter der Provinz Methumia“. Meerrettich ein Charaktergewürz der mittelländischen Küche. Die Staude wächst auch im nördlichen Bornland noch üppig und läst sich leicht vermehren. Der scharf-aromatische Geschmack der geriebenen Wurzel überdeckt selbst den Geschmack von sehr abgehangenem Fleisch und Fisch oder von älteren Tieren (alter Eber/Ochse, Keiler, kapitaler Hirsch ...) noch einigermaßen. Auch scharfe Zubereitungen aus Meerrettich und Senf oder milde Meerrettichsahne sind beliebt und werden häufig zu Fleisch, Wurst und Fisch gereicht. Menchalblüten eins der teuersten Gewürze Aventuriens. Die zartblauen, köstlich duftenden Blüten des Menchalkaktus, der in der Khom und angrenzenden Trockengebieten auf Schutthalden wächst, verfeinern jede Speise, der sie hinzugefügt werden (Kochenprobe -5), und sind bei allen Reichen Aventuriens begehrt. Vor allem gelten sie aber als Lieblingsspeise von Feen und Dschinnen und werden deshalb bei der Herstellung fliegender Teppiche und mancher Artefakte und Elixiere sowie zum Auffinden von Toren in die Feenwelt eingesetzt. Tulamidische Gelehrte meinen, Menchalkakteen würden nicht wie andere Pflanzen von Insekten oder Vögeln bestäubt, sondern von Luftdschinnen und Blütenfeen. Merachfrüchte Der Merach-Strauch wächst in Wäldern und an Waldrändern in Mhanadistan, Thalusien, den Bergen von Unau und den Höhenlagen des Regengebirges; er wird in den Tropen und Subtropen Südostaventuriens auch viel angebaut. Die Früchte sind etwas kleiner als Äpfel, violett, sehr süß und aromatisch; leider aber hochgiftig in Verbindung mit Alkohol (weshalb man sie „süßer Tod“ nennt). Um sie zu entgiften, legt man sie einige Tage lang in Wein oder Schnaps ein (den man danach wegschüttet) oder kocht sie; die entgifteten Früchte verwendet man in der tulamidischen Küche für Kompott, Soßen und Kuchen, auch zum Aromatisieren von Zuckerwerk und anderen Süßspeisen sowie Wein und Fruchtwein. In der südländischen Küche, bei den Novadis und in Aranien wird Merach selten verwendet. In anderen aventurischen Küchen ist er völlig unbekannt. Methumian herb-würziges Kraut; Bestandteil der Kräuter der Provinz Almada; Charaktergewürz der Küche des Lieblichen Feldes, der Zyklopeninseln und Alamdas, aber auch anderswo angebaut und verwendet. Methumian ist ein wichtiges Wurstgewürz, wird aber auch für Braten und Gemüse verwendet. Man macht außerdem Kräutertee daraus. Minze dient vor allem zum Aromatisieren von Wasser. Seeleute nehmen große Mengen Minze auf ihre Fahrten mit, um das faulige Wasser aus den Fässern einigermaßen genießbar zu machen. Elfen, Novadis und viele andere Leute aromatisieren das Wasser in Feldflaschen und Lederschläuchen mit Minze. Bauern und Städter geben Minze in ihr Trinkwasser aus Brunnen, Regentonnen, Bächen und Flüssen, wenn dieses einen unangenehmen Geschmack oder Geruch hat. Als Speisegewürz hat die Minze in der mittelländischen Küche geringe Bedeutung; zuweilen nimmt man sie zum Aromatisieren von Zuckerwerk und zur Likörherstellung; wichtiger ist sie als Bestandteil von Arzneimitteln und Kräutertees. Die Thorwaler stellen süße und süß-saure Minzsoßen, Minzgelee und -marmelade her und reichen diese zu Fleischgerichten. Tulamiden und Novadis mischen schwarzen oder grünen Tee mit Minze und verwenden sie auch oft als Gewürz für Hirse- und Gemüsegerichte, manchmal auch für Fleisch, Joghurt oder Obst. Elfen essen die Blätter der Wasserminze als Salat, und sie reiben sich damit ein, um sich zu parfumieren und Insekten fernzuhalten. Muskatellersalbei ist milder als normaler Salbei und wird zum Konservieren von Wein und Bier verwendet. Myrte/Mir-Theniok Myrtensträucher gedeihen in den Buschsteppen Südaraniens und des Tulamidenlandes. Die Myrte soll dem Phex gefällig sein. Nach tulamidischem Glauben vertreibt der intensive, harzig-herbe Duft der Blätter, Triebe und Früchte nicht nur Insekten, sondern auch Skorpione und Schlangen; deshalb reiben Wanderer, Hirten und Bauern sich Füße und Beine mit Myrtenblättern ein. Myrte ist auch ein wichtiger Duftstoff für tulamidische Parfums und Salböle, und die Zweige dienen als Tempelschmuck. Wer stark nach Myrte duftet, wird allerdings im Land der Tulamiden in keinen Hesindetempel eingelassen. In Mhanadistan würzt und konserviert man Fleischgerichte und Fleischwaren, zuweilen auch Wein, mit Myrtenbeeren. Mir-Theniok ist die Myrte der Waldinseln und hat ein feineres, süßliches Aroma. Mit Mir-Theniok würzt man in ganz Aventurien feine Kuchen; Stoerrebrandt hat (zur Zeit noch) das Monopol auf dieses sehr teure und beliebte Gewürz. Onjegano dem Majoran ähnlich, aber weniger aromatisch und leicht bitter; Bestandteil der Kräuter der Provinz Almada. Peraintersilie/Petrasil Charaktergewürz der mittelländischen Küche. Es gibt glatte, krause und Wurzelperaintersilie. Letztere ist eine kräftige Suppenwürze, die anderen eher fade Dekoration. Die Samen werden für allerlei Hexentränke verwendet - für levthangefällige Rauschmittel und Stimulantien ebenso wie für Abtreibungsmittel. Schwarzer-, echter- und al´anfanischer Pfeffer Gehören zu den beliebtesten Gewürze Aventuriens und sind ein wichtiges Handelsgut. Angebaut wird er von den Waldinseln bis Al´Anfa; verwendet überall dort, wo Menschen (oder Zwerge) wohnen, die ihn sich leisten können. Da Pfeffer konservierend wirkt, nimmt man ihn vor allem für Einlegebeizen und Marinaden sowie als Wurstgewürz. Auch eignet er sich gut, um nicht mehr ganz frischem Fleisch oder Fisch einen angenehmeren Geschmack zu geben. Piment/Nelkenpfeffer kommt auf einigen Waldinseln vor und wird dort von den Einheimischen verwendet. Aber auch in der Küche des Südens nimmt man gern Piment, für pikante Gerichte ebenso wie für Kuchen und Liköre. Piment ist auch Bestandteil von Wein- und Kuchengewürzmischungen. In der mittelländischen und zwergischen Küche ist es ebenfalls beliebt, zumal es Pfeffer, Zimt und Nelken gleichermaßen ersetzen kann. In der gutbürgerlichen und der höfischen Küche findet es als Kuchen-, Wein- und Bratengewürz Verwendung. In der Parfumherstellung spielt es ebenfalls eine Rolle. Rahjesmarin gedeiht in den warm-gemäßigten Zonen wie dem Lieblichen Feld und Aranien. Es ist Bestandteil der Kräuter der Provinz Methumia und wird ansonsten vor allem für kräftig-herbe Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte verwendet, auch als Gewürz für Wurst und Käse. Es spielt eine geringe Rolle in der Parfumherstllung und wird zuweilen auch als billiger Weihrauchersatz verwendet. In Almada dient es als Bierwürze. Blühende Zweige dieser Pflanze schmücken die Rhajatempel. Manchmal werden Fleischwaren über einem Feuer von Rahjesmarin-Zweigen geräuchert. Rainfarn ein herb-aromatisches und sehr bitteres Kraut mit kleinen gelben Blüten (Praiosknöpfchen), das in Mittelaventurien an sonnigen Feldrainen wächst und zuweilen als Tempelzier verwendet wird. Im Mittelreich nimmt man es zuweilen zum Konservieren von Fleischwaren und als Gewürz für Fleisch- und Eierspeisen, vor allem, wenn Fleisch bzw Eier nicht mehr ganz frisch sind. Man stellt außerdem Medikamente gegen Wurmbefall daraus her. Angeblich verwenden Hexen Rainfarn für Abtreibungen. Salbei gedeiht in den warm-gemäßigten und subtropischen Regionen. Das herb-bittere Kraut wird selten als Gewürz für Fleisch, Käse oder Bier verwendet. Manchmal findet es sich in den „Kräutern der Provinz Almada“ oder als Zutat in Magenbitter. In Almada gibt es auch eine Vorspeise aus im Teigmantel gebackenen Salbeiblättern. Schafgarbe eines der ersten Würzkräuter, die im Frühling in Nordaventurien gepflückt werden können; man nimmt sie in vielen Gegenden nördlich der Linie Nostria-Beilunk als Bierwürze und als gesunde Suppeneinlage für Frühlingssuppen (nach der vitaminarmen winterlichen Kost), zuweilen auch für Kräutertee. Scharlachkraut ein scharf-bitteres Kraut, mit dem Au- und Waldelfen würzen und auch Bausch färben. Schnittlauch ein Charaktergewürz der mittelländischen Küche. Besonders bei Hofe ersetzt man gern die Zwiebeln durch ein wenig milden Schnittlauch. Sesam wird wegen seiner ölreichen Samen vor allem im Balash und im Szintotal angebaut. Geröstet oder gebacken entwickeln die Samen ein angenehmes Aroma; sie dienen als Gewürz für Brot, pikantes und süßes Gebäck und Getreidebreie, zuweilen auch für Fleisch und Fisch. Man gewinnt aus gerösteten Sesamkörnern auch ein aromatisches Speiseöl, das in der Küche des Südens beliebt ist. Öl aus ungeröstetem Sesam wird dagegen zur Herstellung von Kosmetika und medizinischen Salben verwendet, weil es erstens langsamer ranzig wird als die meisten Pflanzenöle, und weil es zweitens ein Sonnenschutzmittel enthält. Sonnenschutz-Cremes auf der Grundlage von Sesamöl sind in den meisten Apotheken in der Südhälfte Aventuriens erhältlich. Süßholz Wurzel eines Zwergstrauches, der v.a. in Aranien und südlich der Trollzacken wächst und angebaut wird. Grundstoff für Lakritze. Veilchen Der zarte Duft und die blaue Farbe von Veilchenblüten sind in der herrschaftlichen mittelländischen und horasischen Küche sehr beliebt. Man aromatisiert und färbt damit süße Puddings und Cremespeisen, zuweilen auch Zuckerwerk und Wein. Veilchen sind außerdem beliebte Zierpflanzen und finden auch bei der Parfumherstellung Verwendung. Als billigeren Ersatz verwendet man im Mittelreich vielfach die ähnlich duftenden Lilienwurzeln. Wacholder/Krammetsbeeren Ein Charaktergewürz der zwergischen Küche. Zwerge würzen mit den Beeren Fleischgerichte, Eintöpfe, Sauerkraut und Schnäpse. Über Wacholderholz und -zweigen geräucherte Würste und Schinken sind ebenfalls zwergische Spezialitäten. Die Menschen Nordaventuriens verwenden ebenfalls Krammetsbeeren als Braten- und Eintopfgewürz. Zwerge schreiben dem Wacholder auch Heilkraft zu; sie verbrennen Triebe des Busches als Weihrauchersatz bei Zeremonien wie der Einweihung neuer Wohnräume und räuchern Zimmer, in denen jemand krank lag, mit Wacholderholz-Rauch aus. Viele Menschen und Zwerge glauben, es bringe Unglück, einen Wacholderbusch abzuhauen (einige meinen, der Frevler werde mit Krankheit gestraft, andere befürchten Erdbeben, noch andere Gewitter); sie schneiden deshalb immer nur wenige Zweige ab, so dass der Busch nicht eingeht. In Tobrien, Weiden und Teilen des Bornlands glaubt man, in nebligen Nächten hielten die Wacholderbüsche mit Druiden und Hexen Rat, und man dürfe sich ihnen dann nicht nähern, andernfalls würden sie einen vom Wege fortlocken. Außerdem seien die Beeren nur bei Tage wohlschmeckend und gesund, bei Nacht aber stinkend und giftig. Wacholder gilt als firungefällig. Waldschratmeister/Waldstern/Süßmoos die süßlich nach Heu duftende Pflanze wächst auf kalkhaltigem Boden in lichten Buchen- und Mischwäldern Mittel- und Nordaventuriens. Vor der Blüte, von Phex bis Ingerimm, wird sie gesammelt und getrocknet. Man macht Duftkissen daraus und legt sie zwischen die Kleider. Waldschratmeister soll magische Kräfte haben; angeblich wächst er besonders reichlich und duftend an Feentoren und -tanzplätzen, und es heißt, Hexen würden ihn für Flugsalbe und Liebestränke verwenden. In Nordmarken glauben die Bauern, jede/r, der/die einen Kranz aus Waldschratmeister trage, sei sicher vor Angriffen von Waldschraten. Im Mittelreich und nördlich davon bringt man Waldschratmeister mit dem Tsa-Kult (im Bornland mit dem Levthan-Kult) in Verbindung; bei Frühlingsfesten (und mancherorts bei Hochzeiten) tragen die Leute Kränze aus diesem Kraut und würzen auch Bier und Wein damit. Auch manche Alchimisten nehmen Waldschratmeister als Zutat zu Rahjaika. In größeren Mengen hemmt er allerdings die Blutgerinnung und führt zu inneren Blutungen. Ärzte verordnen ihn deshalb manchmal Patienten, die der Schlag getroffen hat (oder die davon bedroht sind). Außerdem macht man Rattengift daraus. Weinraute war eines der beliebtesten Gewürze des Bosparanischen Imperiums (für alle Arten von Speisen und für Wein); heute weit seltener verwendet. Im Lieblichen Feld und auf den Zyklopeninseln würzt man Fleisch und Fisch mit dem herb-bitteren Kraut, vor allem wenn man die Speisen für eine Weile konservieren will, oder wenn sie schon nicht mehr ganz frisch sind. Hexen und Kräuterfrauen verwenden Weinraute für Abtreibungen, und die zwölfgöttlichen Kirchen, vor allem die der Tsa, der Peraine und der Travia, empfehlen deshalb, das Kraut nicht mehr anzubauen und zu verwenden. Wermut/Abszinth ist eine aromatische und sehr bittere Staude der Steppen Mittel- und Nordaventuriens. In kleinen Mengen fördert er die Verdauung und würzt und konserviert Wein, Bier und Liköre (deren berauschende Wirkung er auch verstärkt), in größeren Mengen schädigt er das Gehirn. Er wird auch gegen Wurmbefall verwendet, und angeblich verwenden Hexen ihn für Abtreibungen. Die Kirchen der Hesinde und des Boron (puniner Ritus) treten gegen Herstellung und Genuss wermuthaltiger Getränke auf, „damit die Leute davon nicht noch dümmer werden, als sie ohnehin schon sind“. Dennoch ist Wermutwein das Lieblingsgetränk der armen Tagelöhner im Horasreich. Zimt In der südländischen Küche ist Zimt ein beliebtes Gewürz für Obst, aber auch für Fleisch- und Reisgerichte und zum Aromatisieren von Getränken (Rum, Wein, ...), außerdem Bestandteil von al´anfanischem falschem Güldenländer. Tulamiden verwenden Zimt als Wein-, Tee- und Biergewürz und auch für Fleischspeisen. Auch in der bürgerlichen und herrschaftlichen mittelländischen Küche wird Zimt viel verwendet, und zwar für Obstkompott und als Bestandteil von Kuchen- und Weingewürz. Eine gewisse Bedeutung hat Zimt auch in der Parfum- und Likörherstellung; zuweilen wird Pfeifenkraut damit parfumiert. Thorwaler lieben ebenfalls Zimt und verwenden ihn für so verschiedene Gerichte wie Stockfisch-Brei, gesüßte Dickmilch und süß-saure Zwiebeln.
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